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Nachthimmel

Hollowman

Lange Schatten wandern durch die Nacht,

werfen Sehnsuchtsbilder an die Wand,

das Haus so leer, niemand der wacht

Hollowman greift meine Hand.

 

Bleib` regungslos und ganz von Sinnen

wie angewurzelt vor ihm stehn`.

Mich treibt es hin zu seinen Linnen.

Wer kann dem Leuchten widerstehn`.

 

Es saugt mich ein, ich fließe fort,

durch ihn hindurch – so wie im Meere.

Versunken höre ich kein einzig` Wort.

Verbrenne an der Leere.

Eine Figur im Mantel mit Kapuze ohne Gesicht

Gefangen in ihm bleibt mein Herz.

In seinem Nebel, gläsern, weit.

Mit jeder Stunde hat er fortgenommen

mein Wesen, meine Weiblichkeit.

 

Schon viele Lieder sang der Wind

seit Hollow fortgegangen.

Noch immer klagt der Seele Schrei,

weil groß ist das Verlangen.

 

Und jede Nacht, wenn lange Schatten

ziehen erneut von Wand zu Wand

Will warten ich und fleh`n,

bis Hollow`s Zauber ist gebannt.

„Trotz aller Widrigkeiten den Glauben an die Liebe nicht zu verlieren – das ist mein leiser Schwur an das Leben.“— Noa Zahira

© 2025  Zwischen den Zeilen.

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