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Der Traumpuppenbaum

Einführung: Warum der Traumpuppenbaum so besonders ist

Manche Orte in Rakus Welt offenbaren sich nur jenen, die mit dem Herzen sehen. Einer davon ist der Traumpuppenbaum – eine Erscheinung, so zart wie machtvoll, so schlicht wie heilig. Er ist mehr als nur ein Baum. Er ist das, was geschieht, wenn zwei Seelen sich bereit erklären, das Leben weiterzugeben.

In einer Welt, in der Porzellanteller gefressen, Hexen verbannt und Salzmäuse Rosenparfüm verlangen, wirkt der Traumpuppenbaum beinahe still. Er schreit nicht nach Bedeutung. Und doch ist er ein Zentrum. Ein Zentrum für Verbindung, Liebe, Ursprung und Zukunft.


Für mich ist der Traumpuppenbaum deshalb so faszinierend, weil er zeigt:

Wahres Leben kann nicht erzwungen werden. Es wird geschenkt.

Nicht aus Macht. Nicht aus Pflicht. Sondern, wenn zwei Wesen bereit sind – in sich, füreinander und für das, was kommen will.

Seine Erscheinung ist selten. Seine Sprache ist leise. Aber wer ihn erlebt, begreift:

Das Wunder geschieht nicht, weil wir es wollen – sondern weil wir bereit sind.

Vielleicht müsste es auch für uns Menschen einen VICTURUS geben – ein Prüfungsgefäß, das uns zeigt, ob wir wirklich soweit sind.


🌳 Der Traumpuppenbaum

„Er erscheint nur, wenn das Verlangen in die Reife gleitet.“

derTraumpuppenbaum aus Rakus Welt
Der Traumpuppenbaum auf dem Cover von „Rakumania – Rückkehr nach Brandisign“. Illustration: Natalia Grebenjuk.

Der Traumpuppenbaum ist eines der geheimnisvollsten Wesen in Rakus Welt – und zugleich Ursprung neuen Lebens. Für Menschen wäre er vielleicht mit einem Geburtshaus oder einer Entbindungsstation vergleichbar. Doch was dort geschieht, ist mehr als nur Geburt. Es ist ein Geschenk.

Er zeigt sich nur, wenn sich der VICTURUS – das innere Gefäß der Scrutarier – purpur färbt. Dieses Farbenspiel ist kein Zufall, sondern ein untrügliches Zeichen: Zwei Wesen sind bereit. Nicht nur, ein Kind zu empfangen, sondern es auch beim Heranwachsen zu begleiten.

Der Baum erscheint dann – still, mächtig, leuchtend. An seinen Ästen wachsen Puppen, feine durchscheinende Hüllen, in denen die Scrutarier-Babys heranreifen. Wer ihn sieht, spürt es: Hier wird nichts gemacht. Hier wird übergeben.

Die Bitte um ein Kind ist schlicht und rituell zugleich: Das Paar besprüht den Stamm des Baumes mit Salz aus dem eigenen VICTURUS – eine Geste, die auf Hingabe, Mut und Bereitschaft gründet.

In der Regel wird jedem Paar nur ein Kind geschenkt. Dieses eine genügt. Denn es ist mehr als ein Kind. Es ist die Antwort des Traumpuppenbaums auf eine unausgesprochene Frage.


📜 Lexikoneintrag: Der Traumpuppenbaum

„Er erscheint nur, wenn das Verlangen in die Reife gleitet.“

Der Traumpuppenbaum gilt unter den Scrutariern als heilig. Für Menschen wäre er am ehesten mit einem Geburtshaus oder einer Entbindungsstation vergleichbar – doch die Geburt, die hier geschieht, ist nicht nur körperlich, sondern auch geistiger Natur.

Er zeigt sich ausschließlich Paaren, deren VICTURUS sich purpur färbt – ein untrügliches Zeichen, dass sie innerlich bereit sind, ein neues Leben zu empfangen und zu begleiten. Erst dann erscheint der Baum in seiner vollen Pracht – ein Wesen aus Licht, Salz und Erinnerung.

An seinen Ästen wachsen Puppen, feine durchscheinende Hüllen, in denen die Scrutarier-Babys heranreifen. Sie sind keine Objekte, sondern lebendige Kokons – voll Wärme, voller Möglichkeiten.

Die Bitte um ein Kind erfolgt durch ein uraltes Ritual: Das Paar besprüht den Stamm des Baumes mit Salz aus dem eigenen VICTURUS – eine Geste tiefer Hingabe. In der Regel wird jedem Paar nur ein Kind geschenkt. Doch dieses eine ist genug.

Denn es ist die Antwort des Traumpuppenbaums auf eine unausgesprochene Frage:

Seid ihr wirklich bereit?

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„Trotz aller Widrigkeiten den Glauben an die Liebe nicht zu verlieren – das ist mein leiser Schwur an das Leben.“— Noa Zahira

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