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Von Wünschen und Gaben

23. Dez. 2025
1 Min. Lesezeit

Weihnachten 2025
Weihnachten 2025

Ich habe schon immer gern geschenkt. Manchmal zu viel, wie meine Oma sagte. Sie meinte es liebevoll – aber auch ein bisschen warnend.

Damals wusste ich nicht, warum mir das Schenken so wichtig war. Ich habe es einfach getan. Ohne großen Plan. Ohne Erwartung.

Vielleicht lag es daran, dass ich am 24. Dezember geboren bin. Vielleicht an meinem Namen. Wunsch.

Als Kind denkt man über so etwas nicht nach. Man wächst einfach hinein – in Rollen, in Zuschreibungen, in kleine Selbstverständlichkeiten. Die, die später Fragen werden.

Erst viel später habe ich verstanden, dass Schenken für mich nie Pflicht war. Nie eine Geste, die man „macht“. Sondern etwas, das sich richtig anfühlt. Warm. Still. Wahr.

Ich möchte damit auch nicht aufhören. Nicht, weil ich glaube, etwas geben zu müssen, sondern weil es mich mit anderen verbindet.

Heute weiß ich: Eine Gabe ist nichts Lautes. Sie verlangt keinen Applaus. Und sie garantiert nichts.

So ist es auch mit meinen Geschichten. Ich schreibe sie nicht, weil sie allen gefallen müssen. Ich schreibe sie, weil sie aus mir heraus wollen. Weil ich hoffe, dass sie irgendwo ankommen – bei jemandem, der gerade offen dafür ist.

Wie bei allen Geschenken. Manche werden geliebt. Andere zur Seite gelegt. Und das ist in Ordnung. Denn am Ende zählt nicht, ob alles passt. Sondern die Geste.

Vielleicht ist das mein persönliches Weihnachten: etwas von mir weiterzugeben,ohne zu wissen, wo es landet.

Und darauf zu vertrauen,dass genau das genug ist.


eure Noa Zahira


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„Trotz aller Widrigkeiten den Glauben an die Liebe nicht zu verlieren – das ist mein leiser Schwur an das Leben.“- Noa Zahira

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