top of page

Zwischen Lampenfieber und leiser Gewissheit

16. Feb.
2 Min. Lesezeit

Gedanken zur Vorbereitung auf Eime – 8. März 2026


Ich sitze am Schreibtisch.

Die Hände auf der Tastatur.

Die Texte kenne ich seit Jahren – und doch fühlen sie sich neu an.

Am 8. März 2026 stehe ich in der Mehrzweckhalle Eime auf der Bühne.

Mit drei Welten. Drei Sprachen. Drei Atmosphären.

Und während ich die Passagen auswähle, merke ich: Ich bereite nicht nur eine Veranstaltung vor. Ich bereite einen Übergang vor.

Nicht nur für die Geschichten. Auch für mich.


PART I – Die Wüste (ca. 30 Minuten)

Die Wüste eröffnet.

Und sie beginnt nicht mit meiner Stimme.

Sie beginnt mit einem Film.

Ein kurzer Auftakt. Bilder. Weite. Sand. Stille. Dann stoppt der Film. Ich lese.

Der Text setzt dort ein, wo die Bilder aufgehört haben. Und nach der Lesung läuft der Film weiter.

Die Wüste ist reduziert. Kaum Musik. Viel Raum.

Hier geht es um Ursprung. Um das Alleinsein. Um das Hören unter der Oberfläche.

Ich werde langsamer sprechen als sonst. Mehr Pausen lassen. Mehr Atem.

Dieser erste Block soll kein „Startsignal“ sein. Er soll ein Ankommen sein.



PART II – Rakumania (ca. 30 Minuten)

Nach der Weite kommt Farbe.

Rakumania bringt Bewegung in den Raum. Eine andere Sprache. Mehr Rhythmus. Mehr Leuchten.

Hier verändert sich alles:

  • helleres Licht

  • lebendigere Betonung

  • musikalische Akzente

Die Figuren sprechen anders.Und ich mit ihnen.

Dieser Teil ist kein Kinderprogramm. Er ist eine andere Perspektive auf dieselben großen Fragen.

Mut. Suche. Gemeinschaft.

Nur in einer Sprache, die spielerischer ist.


Wenn Mut den Unterschied macht.
Wenn Mut den Unterschied macht.

PART III – Der Weg der Federn (ca. 30 Minuten)


Zum Schluss kehre ich zurück – in die emotionale Dichte der Federn.

Hier wird es intensiver. Direkter. Verwobener.

Ein klarer Leseblock.

Eine Sequenz aus meinen Klangräumen.

Eine kurze filmische Szene.

Die Sprache ist moderner. Die Konflikte sind erwachsen. Die Entscheidungen haben Gewicht.

Vielleicht ist das der Teil, in dem man am deutlichsten spürt, was all die Jahre entstanden ist.



Und vielleicht das Wichtigste


Dieser Abend ist nicht mein Auftritt.

Er liegt nicht in meiner Komfortzone. Ich bin keine Bühnenperson. Ich bin Schreiberin und Erzählerin.

Ich stehe dort nicht, um mich zu präsentieren. Ich stehe dort, weil meine Protagonisten einen Raum verdienen.

Die Wüste.

Raku.

Emilia und Jason.


Sie haben mich jahrelang begleitet.

Jetzt begleite ich sie ein Stück auf die Bühne.


Vielleicht ist genau das der Unterschied:


Ich gehe nicht, um gesehen zu werden. Ich gehe, um sichtbar zu machen.


Und das verändert alles.



2 Kommentare


Mary
16. Feb.

Deine Sichtweise auf diese Zusammenhänge haben mich gerade sehr berührt...im Dienste der Sache den Mut finden seine Komfortzone zu verlassen...ich freue mich dabei sein zu dürfen ☺️🙏

Gefällt mir
utawunsch
17. Feb.
Antwort an

Danke dir für diese Worte.

Es bedeutet mir viel, dass du die Haltung dahinter spürst.

Und ja – wir wachsen, wenn wir für etwas Größeres gehen als für unsere Komfortzone. Wie schön, dass du dabei bist. ✨

Gefällt mir
„Trotz aller Widrigkeiten den Glauben an die Liebe nicht zu verlieren – das ist mein leiser Schwur an das Leben.“- Noa Zahira

© 2025  Zwischen den Zeilen.

bottom of page