Wenn Sichtbarkeit Angst macht
- utawunsch
- 25. Okt.
- 1 Min. Lesezeit
Leise im Hintergrund
Ich war immer eher im Hintergrund. Leise, unscheinbar. Nur wenige kannten meine Bilder, Gedichte und Geschichten. Schreiben war mein Rückzugsort, der Platz, an dem ich mich sicher fühlte.
Als ich plötzlich meine Stimme verlor und der Arzt „Kehlkopfentzündung“ sagte, wusste ich, dass mehr dahintersteckt.
Wenn der Körper spricht
Ich sehe Symptome seit Jahren nicht als Feinde, sondern als Hinweise. Der Körper spricht, wenn die Seele etwas mitteilen will. Ich habe gelernt, diesen Botschaften zuzuhören, ohne alles zu analysieren. Nicht jedes Gefühl muss zerlegt werden. Manchmal genügt das einfache Wahrnehmen.
So übe ich mich im Vertrauen – in die Signale meines Körpers, in das Leben selbst.

Der Schritt ins Sichtbare
Mit meinen Büchern auf Amazon zu stehen, eine Webseite mit Blog zu führen und auf Instagram zu wachsen – all das ist neu. Bewusst und unbewusst verändert sich etwas. Ich erkenne, dass ich tatsächlich etwas zu sagen habe. Für die, die es hören wollen.
Vielleicht war die Entzündung also kein Zufall, sondern eine Art Übergangsritual. Mein System reagierte auf Sichtbarkeit mit einem alten Schutzmuster: Stille.
Doch diesmal braucht es keine Angst mehr.
Jetzt darf meine Stimme zurückkehren – ruhiger, klarer, freier.
„Manchmal heilt man nicht, indem man weitermacht, sondern indem man innehält und zuhört.“





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