Zwischen Porzellan und Mutproben
- utawunsch
- 24. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Mai

VERBUNDEN SEIN
Manchmal beginnt eine Geschichte mit einem Bild.
Ein Kind, das seinen Knispel-Hasen überall mit hinnimmt.
Eine Tasse, die mit einem kleinen Sprung aus dem Geschirrspüler genommen wird. Oder ein Satz, der in mir nachklingt, ohne dass ich weiß, woher er kam.
Meine Geschichten für Kinder entstehen nicht auf dem Reißbrett. Sie kommen zu mir – leise, manchmal zögerlich – wie jemand, der sich erst sicher sein möchte, dass er gehört wird.
Ich schreibe nicht, um zu erklären. Aber ich glaube, dass Geschichten eine Weisheit in sich tragen können. Eine, die nicht laut ruft, sondern leise mitschwingt. Die uns erinnert: an Mitgefühl, an das Staunen, an das, was uns verbindet.
In Petty Knispelohr geht es nicht nur um einen verlorenen Hasen. Es geht um Vorurteile – und um die Erkenntnis, dass man seine eigenen Erfahrungen machen sollte, auch wenn andere schon wissen, wie etwas „ist“.
Petty lernt, dass das Unbekannte nicht gefährlich sein muss – nur anders.
In Rakumania sind es nicht nur Tassen, die zu Bruch gehen. Es geht um das Gespür für das Andersartige, das Unglaubliche, das nicht Beweisbare. Um eine Welt, die sich nur zeigt, wenn man bereit ist, sie mit dem Herzen zu sehen.
Ich glaube, Kinder spüren, ob eine Geschichte ehrlich ist. Ob sie ihnen auf Augenhöhe begegnet.
Und ich wünsche mir, dass meine Geschichten Räume öffnen. Für Fantasie. Für Fragen. Für das Gefühl:Ich bin okay, so wie ich bin.
Vielleicht schreibe ich deshalb. Weil es manchmal eine Geschichte braucht,damit wir das wieder fühlen können.





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